Brustoperation – vom A-Körbchen zum Traumbusen

 

Es ist das heikelste Thema einer Frau: die Brüste. Wohl kaum ein weibliches Wesen ist wirklich vollkommen zufrieden mit ihren Brüsten. Entweder sind sie zu groß, zu klein, zu spitz oder zu schlaff. Doch durch den heutigen medizinischen Wissensstand und die Technik ist es möglich, ohne größere Komplikationen die Brüste ästhetisch zu verschönern. In vielen Fällen spielt jedoch nicht nur die Schönheit des Busens eine Rolle, sondern die Gesundheit, denn große Brüste haben oftmals schwere Rückenschäden zur Folge.


Die wohl beliebteste Brustoperation ist die Brustvergrößerung. Hierbei wird die Patientin in Vollnarkose versetzt und ein Schnitt, meist unterhalb der Brust, gemacht. In den so entstandenen Hohlraum wird entweder unterhalb des Brustgewebes oder hinter dem Brustmuskel das Implantat gesetzt. Die Wunde wird anschließend vernäht und abgebunden.


Bei der Brustverkleinerung werden deutlich mehr Schnitte gemacht. In der Regel führt der Chirurg das Skalpell einmal um den Brustwarzenhof herum. Von dort aus macht er den nächsten Schnitt hin zur unteren Brustfalte. In einigen Fällen wird noch ein Schnitt entlang der Falte gemacht. Bei der Entnahme des Brustgewebes ist es sehr wichtig, darauf zu achten keine Nerven oder Blutgefäße zu entnehmen oder zu beschädigen, um das Berührungsempfinden nicht zu stören. Die überschüssige Haut wird weggeschnitten und das restliche Brustgewebe mit den Nerven und Blutgefäßen nach oben geschoben, um eine ästhetische Form der Brüste wieder herzustellen.


Eine Operation an den Brüsten birgt jedoch auch Risiken. Sensibilitätsverlust an den Brustwarzen und der Hautoberfläche, Silikonaustritt, Verhärtung, Verformung oder Verrutschen des Implantates, Verlust der Stillfähigkeit sowie Allergien, Infektion mit Krankheiten, Abszesse oder Kreislaufschock sind nur einige der zu erwartenden Folgeerscheinungen.


Die Kosten einer Brustoperation belaufen sich um die 3000 bis 6000 Euro. Ist eine Brustverkleinerung aus medizinischen Gründen notwenig, wie beispielsweise bei einem Tumor oder nach einem Unfall, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die entstehenden Kosten. Brustverkleinerungen werden trotz möglicher Rückenschädigungen nur in den geringsten Fällen übernommen.