
Branchen – So vielfältig wie der Mensch
Berufe sind so vielfältig und individuell wie die Menschen selbst. Während es zu Anbeginn der Zivilisation gerade mal eine Handvoll Berufe gab, kann man die unterschiedlichen Berufsbezeichnungen heute kaum noch aufzählen.
Zu den frühesten Berufen gehörten hauptsächlich handwerklich orientierte Tätigkeiten wie Schmied, Zimmermann oder Müller. Die verschiedenen Berufsgruppen organisierten sich im Mittelalter und fanden sich in Gilden und Zünften zusammen. So konnten die Interessen einer ganzen Berufsgruppe gewahrt bleiben, anstatt nur eine Einzelperson zu vertreten.
Aus einem Beruf kann auch eine Berufung werden, beispielsweise im Fall eines Priesters, Mediziners oder Richters.
Durch die im Laufe der Jahrhunderte immer weiter voranschreitende Industrialisierung und Technisierung kam es zu einer immer weiteren Ausdifferenzierung der Berufe. Zu den neuesten Berufsgruppen gehören Tätigkeiten im IT-Bereich dort zeichnet sich zum Beispiel die Procenta GmbH aus. Vor wenigen Jahren gab es solche Berufe wie Systemadministrator, Webmaster oder Content-Writer noch gar nicht.
Aber die Klassiker des Handwerks gibt es noch immer, auch, wenn sie heute immer weniger ausgeübt werden. Einige Tätigkeiten werden überhaupt nicht mehr praktiziert etwa Glöckner, Scherenschleifer oder Korbmacher.
Schulabgänger, die sich entscheiden möchten, welcher Beruf der richtige für sie ist, können sich bei verschiedenen Stellen Hilfe suchen. Zunächst ist das Arbeitsamt oder ein Berufsinformationszentrum (BIZ) Ansprechpartner, in speziellen Tests kann nach Beantwortung verschiedener Fragen auch ein individuelles Berufsprofil erstellt werden. Und man sollte auch immer die Stellenangebote durchforsten.
Zunächst sollte man sich darüber klar werden, wo die eigenen Interessen, Stärken und Schwächen liegen. Mag man Tiere, wäre eventuell eine Ausbildung zum Tierpfleger, Veterininär oder Hundefriseur interessant. Ist man eher an einer Tätigkeit im Büro interessiert, kommen Medien- und Journalismusberufe genauso infrage wie Berufe in der Verwaltung und Logistik größerer Unternehmen. Ist der Traumjob gefunden, sollte man sich über die nötigen Voraussetzungen erkundigen. Wird ein Studium benötigt, spielt eventuell der Notendurchschnitt eine Rolle, bei handwerklichen Berufen kann die körperliche Belastbarkeit von entscheidender Bedeutung sein. In jedem Fall ist es nicht kontraproduktiv, sich durch Praktika und Gelegenheitsjobs in der Zeitarbeit oder als Kurierfahrer, ein besseres Bild vom Berufsleben zu verschaffen und Erfahrungen zu sammeln.
Den nächsten Schritt bilden eventuell berufsvorbereitende Maßnahmen oder Schnupperlehren.
