
Gehäuse: Es zählt, was außen ist
Das Gehäuse eines Computers schützt diesen vor äußeren Einflüssen, wie Schmutz oder Wasser, aber auch zum Beispiel vor Elektrizität. Das Gehäuse entscheidet beim Computer darüber, was alles eingebaut werden kann.
Bei einem normalen Gehäuse gibt es sogenannte Einschübe oder Einbauschächte für die verschiedenen Laufwerke, die Grafikkarte, den Netzwerkanschluss oder die Festplatten. Diese gibt es in zwei Größen (3,5 Zoll und 5,25 Zoll) sowie als interne und externe Einschübe. Außerdem unterscheidet man zwischen Formfaktoren, also verschiedenen Größenstandards, die unter anderem beeinflussen, welche Netzteile und Mainboards hineinpassen. Häufige Formfaktoren sind ATX und Mikro-ATX.
Mit dem sogenannten Case-modding wird das relativ neue Phänomen bezeichnet, sein Gehäuse durch bestimmte Designs zu verschönern. Case ist die englische Entsprechung zum deutschen Wort Gehäuse. Insbesondere leidenschaftliche Computerspieler interessieren sich für speziell gestaltete Gehäuse.
Wer sich ein Gehäuse zulegen will, sollte jedoch Einiges beachten. Schallgedämmte Gehäuse sind gut für die Nerven. Man kann sie entweder fertig kaufen oder selber „nachrüsten“. Ein Lüfter ist ebenfalls wichtig, je größer er ist, desto besser. Gehäuselüfter sorgen dafür, dass Prozessoren und Grafikkarten nicht überhitzen. Je besser die Qualität, desto leiser surrt die Belüftung.
Nichts ist unpraktischer als ein Anschluss an der hinteren Seite des Gehäuses. Gute Gehäuse haben deswegen ihre wichtigen Anschlüsse auf der Vorderseite. Dazu gehören der USB-Anschluss, der Kopfhörer- und Mikrofonanschluss sowie der Firewire-Anschluss.
Hat man die Wahl zwischen verschiedenen Materialien, empfiehlt sich Aluminium, da es sowohl leicht als auch robust ist. Kunststoff und Metall weisen jeweils nur einen der beiden genannten Vorteile auf.
Bei der Größe des Gehäuses gilt: je größer desto besser. Kleine Gehäuse lassen sich nämlich schlechter kühlen als große. Die Slotöffnungen sollten möglichst verschließbar sein. Man benötigt sie für verschiedene Erweiterungskarten, wie zum Beispiel den Einbau einer Soundkarte.
Es gibt unterschiedliche Gehäusetypen. Ein Tower-Gehäuse ist schmal aber sowohl tief als auch hoch. Hier gibt es die Midi- und die Big-Tower. Barebone-Gehäuse bestechen durch ihr geschmackvolles Äußeres und ihre geringe Größe. Des Weiteren gibt es noch die Desktop- und die HTPC-Gehäuse.
Zum Thema Gehäuse gehört auch das Hobby vieler Computer Besitzer, das sogenannte Casemodding von flippiger Bierkiste bis zum Stromausfall installierte LED's gehört alles dazu. Je nach Preis ein kostspieliges Hobby, welches aber mit einer Teilnahme an Casemodding Turnieren belohnt werden kann vgl. mit einer Hundeshow stellen die Casemodder Ihre kreativen Gehäuse zur Show und werden mit Preisen belohnt. Rückbezüglich LED's kann man diese auch in Großformat an Hauswände sehen, die zur Verschönerung der Verklickerung beitragen. Mehr zum Thema LED an Hauswänden finden sie bei LED-Werbung : Sozusagen das große Housemodding.
