
Monitor - Das Bild aus der Röhre oder aus Kristallen
Ein Monitor oder Bildschirm stellt Bilder oder Zeichen dar. Besonders beliebt sind dabei Desktopmotive. Man gibt die Bildschirmgröße in Zoll an, hier wird die Diagonale der Bildröhre gemessen. Bei einem Flachbildschirm, der ja keine Bildröhre hat, erfolgt die Berechnung auf anderem Weg. Andere Merkmale sind Bildauflösung, Helligkeit, Kontrast und Reaktionszeit, aber auch die Bildwiederholfrequenz. Insbesondere bei LCD-Bildschirmen werden die Pixelanzahl und der sogenannte maximale Blickwinkel angegeben.
Für den Computer gibt es Bildschirme bereits seit den fünfziger Jahren. Diese waren Röhrenbildschirme, die man nach seinem Erfinder, dem Physiker Karl Ferdinand Braun auch „Braunsche Röhre“ bezeichnet.
Die nächste Weiterentwicklung waren Videoterminals, die Rastergrafiken zum Bildaufbau verwendeten. Seit etwa Anfang der achtziger Jahre wurde durch die Entwicklungen von grafischen Benutzeroberflächen (also Graphical User Interface, kurz GUI) die Grafik deutlich verbessert.
Seit ein paar Jahren finden sich immer mehr Flachbildschirme auf dem Markt. Diese funktionieren ohne Bildröhre, dafür mit flüssigen Kristallen. Solche Monitore heißen LCD-Bildschirme (von Liquid Crystal Display). Seit Anfang des neuen Jahrtausends gibt es neben den klassischen Monitoren auch 3D-Monitore oder autostereoskopische Displays. Noch ist die Entwicklung jedoch nicht so weit fortgeschritten, dass die Bildschirme perfekte dreidimensionale Bilder darstellen können.
Menschen, die jeden Tag viele Stunden am Computer sitzen, klagen oft über brennende und trockene Augen. Diese Beschwerden entstehen durch ein flimmerndes Bild. Man geht davon aus, dass Flachbildschirme, die Augen schonen, da man durch ihre geringe Breite automatisch weiter vom Bildschirm entfernt sitzt. Gute LCD-Schirme sind außerdem vollkommen flimmerfrei und haben keine Unschärfen. Sie sind besonders für LCD-TV geeignet. Sie weisen eine größere Helligkeit auf. Diese wird in Candela pro Quadratmeter gemessen und liegt bei einem Flachbildschirm bei circa 250 Candela im Vergleich zu etwa 100 Candela bei Röhrenbildschirmen. Auch der Kontrast bestimmt die Qualität. Anders als bei den alten Röhrenbildschirmen spielt bei Flachbildschirmen auch der maximale Sicht-, Blick- und Betrachtungswinkel eine Rolle. Wer über die Anschaffung eines Flachbildschirms nachdenkt, sollte also diese verschiedenen Qualitätsmerkmale beachten und sich umfassend informieren.
