Dessous – Geschichte der Verführung

Die Geschichte der aufreizenden Wäsche beginnt bereits mehr als 2000 Jahre vor Christi Geburt. In der „Belle Epoque“ wurde die zweite Haut zum Fetisch erhoben und heute ist sie schlicht Kult. Die Rede ist von Dessous, manchmal auch Reizwäsche genannt. Sie sind der Inbegriff für Verführung, Weiblichkeit und prickelnder Erotik. Wie kaum ein anderes Kleidungsstück spiegeln Dessous die kulturelle Entwicklung und große gesellschaftliche Entwicklungen wider. In der Hippiezeit beispielsweise musste das Darunter nur einen Zweck erfüllen – bequem sein, während die Unterwäsche heutzutage auch sexuelle Aufgaben übernimmt.


Je nach Anlass und Persönlichkeit des Trägers hält der Handel verschiedene Modelle bereit. Ob nun die 5-Stück-Günstig-Packung vom Discounter, das Edelmodell aus dem Online-Lingerie-Shop oder das verruchte Stück aus dem Sexshop. Umso größer der Geldbeutel, umso größer ist auch die Auswahl. Besonders exklusiv sind jedes Jahr die Modelle, die Heidi Klum und Co. auf der Victoria’s Secrets Show präsentieren. Die Auserwählte darf einen mit Diamanten besetzten Edel-BH vorführen.


Auch bei den Materialien hat sich in Sachen Unterwäsche viel getan. Während sie früher häufig aus natürlichen Stoffen, etwa Leinen oder Baumwolle gefertigt waren, sind Dessous heute aus weicher Mikrofaser oder edler Seide.

 

 

Dessous – Geschichte der Verführung

 

 

Doch nicht immer sind Dessous Anlass für ein freudiges Strahlen beim Gegenüber. Leider allzu oft beweisen Mode- und Stilunkundige ein falsches Händchen bei der Auswahl des passenden Exemplars. Dann kommt beim ersten erotischen Aufeinandertreffen ein naturfarbenes Miedermodell zum Vorschein. Schnell verflüchtet sich dann das romantische Prickeln. Auch ausgeleierte Boxershorts und langweilige Höschen rufen beim Gegenüber höchstens ein müdes Gähnen hervor.


Dessous sind aber auch, wenn der Käufer genügend Feingefühl mitbringt, ein schönes Geschenk zum Valentinstag und können eine eingeschlafene Partnerschaft aufpeppen. Wenn die Frau das nett verpackte Präsent öffnet und ein schwarzer Spitzen-BH erscheint, ist der weitere Abend gerettet. Voraussetzung ist allerdings, dass der Herr die richtige Größe eingekauft hat. Besonders bei BHs kann sich die unter Umständen schwierig gestalten. Mit der ungenauen Angabe „eine Handvoll“ können leider die wenigsten Verkäuferinnen wirklich etwas anfangen. Der Blick in die Dessous-Schublade vor dem Kauf im Sexshop lohnt sich, Größe und Cup-Größe aufgeschrieben und auf geht's in das Geschäft der Wahl.