Museum – den Hauch Geschichte einatmen

 

Wenn man ein Museum betritt, ist man sofort in einer anderen Welt: Die Luft riecht anders, die Ohren vernehmen die eigenen Schritte auf dem fremden Boden und die Augen erblicken Wunder aus alter Zeit. Nicht nur für Familien mit Kindern ist ein Museumsbesuch am Sonntagnachmittag eine Reise in eine andere Zeit. Auch Kulturinteressierte jeder Altersstufe finden ihre persönliche Nische, in der Geschichte wieder zum Leben erweckt wird. Von der klassischen Ausstellung alter Meister über ungewöhnliche, fast schon skurrile Schauen hin zu schier unfassbaren Gegenständen, das Ziel eines jeden Museums ist gleich: Exponate aus vergangenen Zeiten anderen zugänglich zu machen und sie gleichzeitig für die Nachwelt zu bewahren. In den Museen dieser Welt werden so Zeugnisse aus der Geschichte der Menschheit gezeigt; und diese sind nicht immer alltäglich.


Zu den aufsehenerregendsten Ausstellungen der letzten Jahre gehörten mit Sicherheit die Plastinate des Anatoms Gunther von Hagen in den „Körperwelten“. Selten war ein Museumsbesuch so faszinierend und grauenerregend zugleich. Unter dem heimlichen Motto „Bio-Unterricht mal anders“ konnten unter anderem zwei Schachspieler sowie ein Reiter samt Pferd bewundert werden. In eine ähnliche morbide Richtung geht das Foltermuseum in Prag, wo Besucher beispielsweise Keuschheitsgürtel oder Tötungsmaschinen ansehen können.


Freunde der kulinarischen Genüsse können beispielsweise dem Schokoladenmuseum in Köln oder dem Gewürzmuseum „Spicys“ in Hamburg einen Besuch abstatten. Letzteres ist übrigens das Einzige seiner Art weltweit, zudem ist es interaktiv angelegt, sodass die Ausstellungsstücke auch gern probiert werden dürfen.


Anfassen ausdrücklich erlaubt ist auch im Wachsfigurenmuseum von Madame Tussauds in London. Wer sich schon einmal mit Robbie Williams oder Fußballgott David Beckham im Arm ablichten lassen wollte, ist hier genau richtig.


Natürlich dürfen auch die klassischen Museen nicht unerwähnt bleiben. Große und kleine, bedeutende und unbedeutende Gemälde finden in den bekannten Kunstmuseen der Welt ihren Platz. Zu den bekanntesten Vertretern gehören der Louvre in Paris, das Guggenheim-Museum in New York City und die Eremitage in St. Petersburg. Kunst ganz anderer Art ist im „Museum of bad art“ in Boston versammelt, die teilweise aus Abfalleimern geholten Stücke zeigen in erstaunlicher Vielfalt die Versuche von Hobby-Malern.