Mode – Streifzug durch die Geschichte der Kleidung

 

Kaum etwas ist so kurzlebig, wie die Mode von heute. Trends sind schon passe`, wenn sie den großen Markt der Gesellschaft erreicht haben. Modeinteressierte entdecken schon Trends, bevor es überhaupt welche werden und in der gleichen Zeit ist es auch schon wieder out. Dies sieht man auch an der Laufstegmode, die bereits ein halbes Jahr vorher rauskommt. So flanieren beispielsweise die Richtlinien für den Winter bereits im Sommer über den Laufsteg.


Mode ist ein Ausdruck dessen, was wir sind, darstellen wollen oder gerne wären. Auch kann man von der Mode den sozialen Status ablesen sowie die Gruppenzugehörigkeit. Mode spielt also eine starke soziale Rolle.


Bereits in der Urzeit verstanden es Menschen, sich zu kleiden. Unbearbeitete Tierfelle, die um die Hüfte oder um den gesamten Körper geschlungen wurden, nahmen in der damaligen Zeit nur eine Funktion ein. Sie sollten den prähistorischen Menschen vor Umwelteinflüssen schützen. Doch es dauerte nicht lange, bis die Menschen Kleidung als Schmuck entdeckten. Sie imponierten sich gegenseitig – so stand die Eitelkeit ab diesem Zeitpunkt an vor der Nützlichkeit der Kleidung. Sie entwickelte sich zur Mode.


Die Antike war die Blütezeit der frühen Hochkulturen. In allen Kulturen stand der Nutzen der Mode klar im Hintergrund. Ziel war es sich von den übrigen Schichten deutlich abzugrenzen. Die Assyrer, ein Volk, das in Mesopotamien, dem heutigen Irak lebte, trugen lange Hemden. Die Ägypter hingegen trugen Lendenschurz, darüber eine Tunika. In Babylon waren bereits Hosen bekannt. In Griechenland und Rom wurden weite, pompöse Gewänder getragen, die lange die Modeszene dominierten.


Die Mittelalterzeit, geprägt von Rittern, Kreuzzügen und Minnedichtern, ist eine der wohl dunkelsten und rückständigsten Epochen überhaupt. Die Mode war geprägt durch Schlichtheit. Farben sowie Schnitte waren variationsarm. Insgesamt war die Modezeit eher trübsinnig und langweilig.


Die Renaissance gilt als Wandel zum neuen Zeitgeist. Die Erkenntnis, dass sich die Sonne nicht um die Erde dreht und somit die Erde nicht das Zentrum des Universums ist, veränderte das Denken und damit auch das Weltbild. Darüber hinaus erweiterten Reisen zu fernen Kontinenten den Horizont der Menschen. Ein Umbruch war getan. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Mode. Sie war außerordentlich farbenprächtig und aufwendig verarbeitet. Auch die Männer kamen in dieser Epoche auf ihre Kosten. So durften sogar Männer Miniröcke tragen. Auch Hochzeitsdeko war beliebt wie nie.


Die Mode der Adligen sollte sich im Barock wieder stark von den restlichen Bürgern unterscheiden. Ein nie zuvor da gewesener Prunk kam auf.

Mit der Technisierung und Industrialisierung kam auch die Haute Couture auf. Alles verlangte nach einem Spezialisten, so auch in der Mode. Zum ersten Mal gab es eine klare Trennung zwischen Herren- und Damenmode.


Mode als Gesamtheit wurde jedoch erst im 20. Jahrhundert zu einem Phänomen der Massen. Es gilt als revolutionärstes Jahrhundert in der Modegeschichte. Die Abschaffung des Korsetts, kurze Röcke und die Hose für die Frau standen im Mittelpunkt.


Heute ist Mode nur noch etwas Kurzlebiges und äußerst Facettenreiches.

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