Alternative – goodbye mainstream


Schon das Wort „Alternative“ sagt aus, was Musiker, die sich diesem Label zuordnen, sein wollen: nämlich anders sein, als die anderen. Deswegen vereint das Musikgenre viele verschiedene Stile, die alle jenseits des Mainstreams stehen. Dazu zählen Genres wie zum Beispiel Grunge, Punk, Alternative Rock, Metal, aber auch Shoegazing, TripHop, EBM und Elektro. Alternative ist damit also fast alles, was nicht eindeutig Popmusik ist oder sich nicht genau in ein Genre einordnen lässt. Deswegen ist der Begriff Alternative gerade in der US-amerikanischen Musikwelt ein Hilfsbegriff, um anzuzeigen, dass es hier um die Weiterentwicklung eines bestimmten Genres handelt. So spricht man zum Beispiel vom Alternative Metal oder dem Alternative Country, um anzuzeigen, dass der Stil hier nicht in Reinform praktiziert wird.


Gerade in Großbritannien spricht man statt von Alternative vom Genre Independent, das solche Subgenres wie Britpop und Indiepop umfasst. Britpop kam Anfang der neunziger Jahre in Großbritannien auf und löste den „Cool Britannia“-Trend aus. Mit ihm kamen Bands wie Oasis, Blur, Pulp, Supergrass und Suede auf die Bildfläche, deren Musik zwar stark variiert, die aber dennoch unter dem Obernamen Britpop vermarktet wurden. Gerade eine angebliche Fehde zwischen Blur und Oasis, den beiden Supergroups des Britpops, wurde von den britischen Boulevardblättern ausgeschlachtet.


Der Indiepop vermischt Beatles-artige Melodien mit der Punk-Attitüde der Ramones und Blondie. Einflussreiche Bands für den Indiepop des neuen Jahrtausends sind Wedding Present, Teenage Fanclub und die Stone Roses. Zentralster Einfluss für die heutigen Indiepopbands sind The Smiths mit seinem charismatischen Frontmann Morrissey, deren Band zwar nur vier Jahre lang von 1984 bis 1987 Alben herausbrachten, die aber nach den Beatles als die zweiteinflussreichste Band des Königreichs gelten. Morrisseys intelligente und poetische Songtexte gelten heute noch als unerreicht.


Bands des Indiepops sind zum Beispiel die Amerikaner Bright Eyes, We Are Scientists und the Decemberists, die schwedischen Shout Out Louds oder die Briten Belle and Sebastian, Morrissey oder Travis.