Pop – Von Rebellion und Rockradio

 

Pop beginnt in den USA mit den weißen Sängern Bill Haley und Elvis Presley, die die ursprünglich schwarze Musik des Rhythm’n’Blues singen und bei ihrem – ebenfalls weißen Publikum – damit für Begeisterungsstürme sorgen. Der Pop war geboren. Erstmals nahmen sich Jugendliche das Recht heraus, sich wirklich wie Teenager aufzuführen. Die US-Teens der fünfziger Jahre wollten sich von ihren konservativen Eltern abgrenzen – und das gelang mit dem unverschämten Poprock von Presley und Haley sehr gut, deren Texte sich um alle Sorgen eines Teenagers drehten. Eine eigene Musik erlaubte das Gefühl von Individualität – etwas nach dem Teenager mehr als irgendetwas streben. Wie sonst erklärt man sich die Besessenheit vieler Teens nach einer Magdeburger Band, deren Frontmann einen eigenen Look kreiert hat? Durch das Tokio Hotel-Hören ist man anders. Anders als seine Eltern und der ganze Rest der Welt. Gleichzeitig hat man viele Verbündete, nämlich alle anderen Fans der angehimmelten Band.Popmusik steht ursprünglich für populäre Musik, also für Musik, die in den Charts präsent ist. Man unterscheidet zwischen E- und U-Musik – also ernster und Unterhaltungsmusik: Pop ist definitiv letzteres. Er will mit eingängigen Rhythmen unterhalten und ist weniger extrem als andere Musikstile. Aber auch im Pop gibt es Originelleres als den Einheitsbrei, den Formatradios gerne als das Beste von heute, den Achtzigern und Neunzigern anpreisen. Versteht man Pop also als Populärmusik, ist er der Überbegriff für viele Genres, wie Rock, Punk, Rap und Soul.


Pop stellt sich gegen das Establishment: Die Rolling Stones, The Who und natürlich die Beatles kreierten nebenbei aber auch noch einen eigenen europäischen Pop, der nicht mehr nur amerikanische Musik kopierte. Der Pop der Siebziger ist geprägt vom Psychedelic Rock von Grateful Dead, Jimi Hendrix und Pink Floyd. In Deutschland entsteht Krautrock mit wegweisenden Bands wie Can und Kraftwerk. In dieser Dekade trennt sich der Rock auch vom Pop und bildet ein eigenständiges Genre. Trennungshelfer sind Bands wie Deep Purple und Led Zeppelin. Gleichzeitig ist die Dekade mit ABBA und Discomusik auch eine der Hochzeiten des Pop. In den Achtzigern tauchen der King und die Queen des Pop auf. Während Madonna auch heute noch aktive Musik macht, hört man von Michael Jackson momentan jedoch nur noch Negativschlagzeilen.

Die heutige Popmusik hat viel ihrer damaligen Unschuld eingebüßt und ist heute meist durch und durch kommerziell. Die Hörer werden als Konsumenten betrachtet, die ein Produkt kaufen. Die Rebellion der frühen Jahre ist damit endgültig verloren gegangen. Bei Amazon.de bekommt man übrigens teilweise recht günstige Musik-CDs aus verschiedenen Bereichen. Beim SparSpion erfährst du, wie du kostenlos an einen Amazon Gutschein kommst.