Poloshirts – ein kleines Stück Andersartigkeit

 

Sie unterschieden sich von normalen Polo-Shirts durch den Kragen. Gleichzeitig polarisieren sie aber viel mehr, als normale Shirts. Der Kragen macht’s.


Erfunden wurde das Poloshirt im Jahre 1933 vom Tennisspieler René Lacoste, dessen Label mit dem kleinen Krokodil immer noch sehr erfolgreich die Shirts anbietet. Ziel war es ein Poloshirt zu entwickeln, dass möglichst viel Bewegungsfreiheit zulassen und gleichzeitig aus einem saugfähigen Material sein sollte. Lacoste hatte das Poloshirt nämlich ursprünglich für den Tennissport entwickelt.


Seit einigen Jahren sind Poloshirts wieder sehr beliebt. In den Neunzigern jedoch verkauften sich die Shirts kaum noch. Sie galten als spießig. Die verschiedenen Labels haben darauf reagiert und nun gibt es Poloshirts in jeden erdenklichen Farben. Ob man Poloshirts nun als seriös, schick oder spießig empfindet, bleibt jedem selbst überlassen. Viel hängt von der Shirtfarbe und dem Gesamtlook ab.


Diskussionen gibt es vor allem darüber, ob man den Kragen der Poloshirts nun hochgestellt oder umgeschlagen tragen sollte. Viele finden, dass ein hochgeklappter Kragen absolute Spießigkeit darstellt und sehen darin einen typischen BWL-Studenten-Look. Genügend andere Leute sind aber auch der gegenteiligen Meinung und finden nichts langweiliger und angepasster, als einen umgeklappten Polo-Kragen.


Schon in den Achtzigern trugen Leute den College Look (in Amerika auch Preppy Look genannt), zu dem ein aufgestellter Kragen unbedingt dazugehörte. Der Trend lebte im neuen Jahrtausend wieder auf und mit ihm kam die Debatte um den korrekt getragenen Kragen. In Europa war einer der bekanntesten Hochklapper der Fußballer Eric Cantona. Über die Frage, was denn nun besser aussähe, streiten sich sogar Leute auf StudiVZ, der Netzwerkplattform für Studenten. Hier gibt es Gruppen, in die man eintreten kann, um seinen Geschmack der breiten Weltöffentlichkeit kundzutun. Ob die Angelegenheit nun wirklich so wichtig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Trägt man den Kragen hoch, kann man sich jedoch sicher sein, dass man polarisiert.