Oia die weiße Stadt auf Santorin

 

 

Nur eine einzige Minute lang dauerte das schwere Erdbeben frühmorgens am 9 Juli 1956, dann war die Stadt Oia auf Santorin ein einziger Trümmerhaufen.
Der frühere Seefahrerort bietet dem Besucher ein Labyrinth aus Flachhäusern, Kirchenkuppeln und engen Gassen mit jeder Menge Treppen. Dazwischen findet man immer wieder alte Höhlenwohnungen, welche vor langer zeit in den weichen Bimsstein gegraben wurden. Und täglich versammeln sich am Abend professionelle und Amateur Fotografen um den traumhaften Sonnenuntergang zu fotografieren.

Vor dem großen Erdbeben war die Stadt das große Wirtschaftszentrum Santorins, in dem über 8000 Menschen lebten. Schiffseigener und Kapitäne errichteten ihre Häuser ganz oben am Kraterrand und im Hafen lagen weit mehr als 100 Schiffe vor Anker. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen, ein paar kleine Boote schaukeln noch im Hafen und derzeit leben nur noch ca. 500 Menschen dauerhaft in Oia.
Aber der damalige Reichtum ist wieder gekommen, dieses mal aber in Form des Tourismus. Die Grundstückspreise gingen nach oben und wer ein Hotel oder eine Pension in Oia oder der Caldera sein Eigen nennt, braucht sich um seine finanzielle Zukunft keine Sorgen zu machen. Zumindest bis zum nächsten schweren Erdbeben.
Da es auf Santorin keine anderen Einnahmequellen außer dem Tourismus und ein wenig Weinanbau gibt, haben die geschäftstüchtigen Bewohner Oia`s den Charakter des Städtchens wirksam unterstrichen. Eine mit Marmor gepflasterte Hauptstrasse, die parallel zum Kraterrand verläuft, der Duft von Räucherstäbchen sowie besinnliche Musik und die atemberaubende Aussicht bringen der Stadt jedes Jahr zigtausende Besucher.
Oia gilt mit seiner ruhigen und gediegenen Atmosphäre auch als Geheimtipp für frisch Verlobte und natürlich auch Hochzeitspaare.
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