Ehe – Hinein in den Hafen des Glücks


Ein Heiratsantrag und die damit verbundene Eheschließung ist wohl die schönste Liebesbekundung auf der Welt. Doch sollte sie gut überlegt sein, denn oftmals führen vorschnell geschlossene Ehen zu Massenscheidungen. Papierkriege und die Kosten sind nicht unerhebliche Faktoren, die dann auf einen zukommen.

Seit März 2001 ist es auch in Deutschland möglich, eine „homosexuelle Ehe“ einzugehen. Auch in Ländern wie Belgien, den Niederlanden, Kanada, Südafrika, Spanien und in zwei Bundesstaaten der USA (Massachusetts und Connecticut) ist diese Ehe möglich. Ab dem Jahr 2009 soll dies auch in Norwegen möglich sein. Zu beachten ist jedoch, dass die Ehe in anderen Ländern nicht anerkannt wird.

Wenn zwei Menschen heiraten, schwören sie sich ewige Liebe und Treue, doch was ist, wenn der Schleier verfliegt und die einstige Liebe Streit und Hass weicht? Natürlich ist es schwer, in diesem Moment des Verliebtseins daran zu denken, dass die Ehe eventuell auch scheitern kann, doch Vorsorge ist besser als Nachsicht. So kann ein Ehevertrag je nach Abschluss die Aufteilung der Güter, Umfang und Bestehen von Unterhalts- und Versorgungsansprüchen regeln. Dieser Vertrag hat absolut nichts damit zu tun, dass sich beide Partner misstrauen. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn sie gehen den Ehevertrag ein, im Glauben, dass sie ihn sowieso nicht brauchen.

In Deutschland wurde die Zivilehe 1875 gesetzlich geregelt, um somit die Privatsphäre zu säkularisieren und eine verbindliche Rechtsgrundlage zu schaffen, die vor weltlichen Gerichten einklagbar war. Heutzutage ist die Zivilehe ein wesentlicher Bestandteil in Deutschland, denn nur wer vor das Standesamt tritt, darf auch kirchlich heiraten. Die Ehe wird nur bei einer standesamtlichen Trauung anerkannt.

Die kirchliche Trauung ist für viele ein wunderschöner Traum. Ganz in Weiß vor dem Alter, wie eine Prinzessin mit ihrem Märchenprinzen zu stehen, was gibt es Schöneres? Der tiefe Glaube spielt in der heutigen Zeit meist nur noch eine untergeordnete Rolle. Bevor jedoch in Deutschland kirchlich geheiratet werden darf, muss das Ja-Wort erst beim Standesamt fallen.

 

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