
Schule – Vorbereitung auf das echte Leben
In die Schule geht oder ging in Deutschland jeder mal. Schließlich besteht in Deutschland Schulpflicht bis zum 15. oder 16. Lebensjahr. Drücken kann man sich nicht, denn ein Unterricht von zuhause aus ist in der Bundesrepublik verboten. Um die Schule kommt man also nicht herum. Ob man es aber nun als die beste Zeit seines Leben betrachtet, oder ob man froh ist, dass man die Schule hinter sich gelassen hat, bleibt jedem selbst überlassen.
Oft sind die Emotionen auch gar nicht so eindeutig, die man mit Schule verbindet. Meist verbindet sich eine gewisse Nostalgie mit einem Grundgefühl wie „Gut, dass es vorbei ist“. Die Grundschulzeit verklären die meisten noch, geht es jedoch um die Jahre danach, verbinden viele Absolventen auch Negatives mit der Schulzeit. Wahrscheinlich liegt das daran, dass man die schwierige Zeit der Pubertät größtenteils in der Schule verbringt. Doch ist es wie mit allem, auch mit der Schule – je länger etwas zurückliegt, desto schöner scheint es in der Erinnerung gewesen zu sein. Was ist aber die Aufgabe der Schule?
In der Schule verbringt man als junger Mensch einen Großteil seiner Zeit. Neben der Wissensvermittlung hat die Schule jedoch noch andere wichtige Aufgaben. Auch die Persönlichkeit der Schüler soll geformt werden. Das Ziel von Lehrern sollte daher nicht nur eine trockene Stoffvermittlung sein, sondern vielmehr Schülern dabei zu helfen, mündige Bürger zu werden. Die Schule ist ein wichtiger Raum um Schülern gesellschaftliche Werte zu vermitteln. Gleichzeitig soll die Schule, als ein eigener Mikrokosmos, auf das „wirkliche Leben“ vorbereiten. Schüler lernen schließlich neben Mathe, Französisch und Chemie auch etwas über das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Sie lernen etwas über die Stellung in einer Gruppe und wie man sich gegenüber seinem Chef zu verhalten hat – schließlich ist der Lehrer eine Art Chef, er bestimmt zumindest die Regeln der Zusammenarbeit.
Auch gibt es in der Schule eine Aufsichtspflicht, die besagt, dass Lehrer Schüler vor möglichen Schäden schützen müssen und gleichzeitig auch Schüler davon abzuhalten haben, einen Schaden anzustellen.
Aber natürlich sollte Wissensvermittlung auch nicht zu kurz kommen. Lehrer machen das mal besser und mal schlechter. Hat der Schüler Pech, sitzt er vor einem frustrierten Lehrer, der seinen Unterricht nur schlecht oder gar nicht plant und seinen Beruf vor allem wegen der vielen Ferien erwählt hat.
Seitdem die PISA-Studie veröffentlicht ist, scheint das öffentliche Interesse an Bildungsstandards extrem gewachsen zu sein. Tatsächlich ist es aber immens schwer die Leistungen der Schüler in Deutschland so zu verallgemeinern. Jede Schule ist anders. Lehrer genau wie Schüler prägen den Unterricht an deutschen Schulen. Ihre Zusammenarbeit, natürlich neben dem wichtigen Faktor Geldmittel, macht eine gute Schule aus.
