Golfsport

 

Der Golfsport wird oft verschrien als ein Sport für alte, reiche Männer, die zu viel Geld und Zeit haben und sich in irgendwelchen teuren Clubs mit schweren Ledersesseln und dicken Zigarren über irgendwelche wirtschaftlichen Interessen austauschen, während der persönliche Sklave, auch Caddy genannt, die Golftasche in den Kofferraum des Porsche hievt.


Dieses Vorurteil gilt allerdings heute nicht mehr, zumindest nicht überall. Natürlich gibt es auch noch konservative Männerclubs, wo das Golfspielen genutzt wird, um Wirtschaftsverträge abzuschließen. Die große Masse der Golfanlagen hat sich jedoch auf eine breiteres Publikum eingelassen und versteht sich als normale Sportanlage.
Dabei hat der Golfsport interessante Seiten für nahezu alle Altersklassen. Die körperlichen Vorraussetzungen sind nicht allzu umfangreich, so das auch untrainierte Menschen Golf spielen können. Das traditionsreiche Spiel ist mit einer Mischung aus Kraft, Koordination und Taktik anspruchsvoll, hat aber leicht zu erlernende Regeln. Die Ausrüstung ist erschwinglich und kann auch geliehen werden, so dass der Zugang zum Sport deutlich leichter geworden ist. Doch auch heute noch gibt es in einigen Golfclubs Zugangsbeschränkungen, die bestimmte Gruppen oder Spieler vom Zugang ausschließen.


In der Gesamtheit verstehen sich allerdings die Golfclubs als gewinnorientiere Betriebe und haben ihr Angebot auf verschiedene Zielgruppen erweitert.
Die leichte Erlernbarkeit bei doch anspruchsvollem Spiel sowie der immer noch anhängende Hauch von Exklusivität macht den Golfsport immer noch zu einer Art Elitesport, der sich allerdings immer weiter der breiten Öffentlichkeit öffnet und sich zum interessanten Volkssport entwickelt. Nicht zuletzt junge, erfolgreiche Spieler wie Tiger Woods haben zur Revolution des Sports beigetragen und ihn für die Massen attraktiv gemacht.