Das wichtigste Element für Radrennfahrer sind die richtigen Laufräder fürs Rennrad. Der gängige Felgendurchmesser beträgt nominal sechshundertzweiundzwanzig Millimeter, also umgerechnet achtundzwanzig Zoll, doch sie haben in der Regel eine Größe von siebenundzwanzig Zoll (599 mm) und kleiner - beim Triathlon waren die Laufräder fürs Rennrad lange Zeit auf sechsundzwanzig Zoll festgelegt. Die für Radbemessungen üblichen Zollangaben haben allerdings den Nachteil, dass sie gerade bei schmalen Reifen nicht eindeutig sind, deshalb wurde von der ETRTO (European Tire and Rim Technical Organisation) neue Richtlinien eingeführt.
Im Gegensatz zu früher verfügen die meisten Räder heute kaum noch einen Schlauchreifen, sondern sind überwiegend mit Draht- oder Faltreifen ausgestattet. Beim Drahtreifen ist an den Felgenseiten ein Draht eingearbeitet, wodurch der Reifen fest auf der Spezialfelge sitzt, die Variante Faltreifen wird dadurch, dass es sich nicht um einen durchgehenden Draht, sondern um ein Kevlarfadenbündel handelt, um bis zu hundert Gramm leichter. Trotz der technischen Fortschritte haben die Laufräder fürs Rennrad im Profisport auch heute noch oftmals einen Schlauch, schlauchlose und Vollgummibereifungen sind kaum anzutreffen.
Die Schlauchreifen für die im Profisport verwendeten Laufräder fürs Rennrad bestehen wie die alten Reifen aus einem inneren Schlauch und einer äußeren Hülle. Im Gegensatz zum klassischen Reifen werden diese nicht auf die Felge aufgezogen, sondern mit Reifenkitt, einem Spezialkleber, aufgeklebt. Gerade bei den Bergrennen, wie sie einen Teil der Tour de France darstellen, kann dieses Verfahren zu einer Gefahr werden, da durch das starke Abbremsen während der Talfahrt die Felgen sich erhitzen und der Reifen im schlimmsten Fall vom Rad abspringt. Für Zeitrennen verwenden Profis gerne Scheibenräder, da diese mangels Speichen kaum Luftverwirbelungen haben. Diese Laufräder fürs Rennrad sind allerdings sehr seitenwindanfällig und haben einen hohen Geräuschpegel, weshalb sie fast nur als Hinterrad Verwendung finden. Eine Alternative sind Reifen mit abgeflachten Messerspeichen, die ab einer Geschwindigkeit von mehr als vierzig Stundenkilometern ebenfalls einen messbaren geringeren Luftwiderstand aufweisen.