Studium – Voraussetzungen und Abschlüsse

 

Neben den ehrwürdigen Universitäten und ihren meist jüngeren Geschwistern, den Fachhochschulen gibt es noch die Kunst- und die Musikhochschulen in Deutschland.


Will man studieren braucht man dafür das Abitur, also die allgemeine Hochschulreife, oder, hat man sich für eine Fachhochschule entschieden, zumindest die Fachhochschulreife.

Studienplätze werden entweder von der ZVS, also der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze oder den Hochschulen selbst, vergeben. Ein Kriterium ist beispielsweise der Numerus clausus (abgekürzt NC), also die Abschlussnote. Ein anderes entscheidendes Kriterium sind die sogenannten Wartesemester, also die Zeit, die man nach seinem Abschluss auf einen Studienplatz gewartet hat, ohne an einer anderen Hochschule eingeschrieben zu sein. Haben junge Männer beispielsweise den Wehr- oder Zivildienst abgeleistet, können sie also, im Gegensatz zum Fernstudium, bereits zwei Wartesemester auf der Habenseite verbuchen.


Solche Auswahlkriterien werden aber nur für zulassungsbeschränkte Fächer angewendet. Es gibt aber auch zulassungsfreie Fächer. Hier gibt es keine Auswahlkriterien, da die Anzahl der Bewerber unter der Anzahl der Studienplätze liegt.


Andere Auswahlkriterien können beispielsweise Einzelnoten bestimmter Fächer sein, die für das zukünftige Studium relevant sind, sein. Ebenso können spezielle Sprachkenntnisse, abgeleistete Praktika oder Auslandsaufenthalte eine Rolle bei der Auswahl spielen. Bei zukünftigen Medizinstudenten kann ein Auswahlkriterium auch die berufspraktische Erfahrung, beispielsweise als Sanitäter oder als Krankenschwester, eine Rolle spielen. Auch ein Auswahlgespräch ist ein Mittel der Universitäten, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Hat man sich für ein Fach , z.B. den Studiengang Sport, entschieden, geht es um die Wahl des richtigen Abschlusses. Die klassischen Abschlüsse sind das Diplom, der Magister oder das Staatsexamen. Beim Diplom entscheidet man zwischen einem Abschluss, den man an einer Universität oder an einer Fachhochschule gemacht hat. Diplomstudiengänge sind meist eher naturwissenschaftlich oder wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet, wohingegen Magisterstudenten vorwiegend Fächer der Geisteswissenschaft studieren. Studiengänge, die man mit einem Staatsexamen abschließt, sind beispielsweise Jura oder das Lehramtsstudium, aber auch Medizin. Das Staatsexamen ist, anders als die Obengenannten, kein akademischer Grad, da die Prüfungsordnungen nicht von der zuständigen Universität sondern von einem externen Prüfungsamt bestimmt werden. Neuere Abschlüsse sind der Bachelor sowie der Master, der auf einen Bachelorabschluss aufbaut.