Studiengänge – zuhause bei Mami oder in einer WG wohnen?

 

Von Afrikanistik bis Zoologie – Studieren kann man an deutschen Hochschulen so ziemlich alles. Doch die Wahl ist für viele zukünftige Studenten schwer. Schließlich haben Fächer wie Spanien- und Portugalstudien oder Ozeanografie herzlich wenig mit den altbekannten Schulfächern Deutsch, Physik, oder Kunst zu tun, nach der Einführung von Studiengebühren sind die meisten Studenten leider auf einen Studienkredit angewiesen.


Hat man sich schließlich für ein Fach entschieden, ist die Qual der Wahl jedoch noch lange nicht vorbei. Nun geht es darum, den geeigneten Studienort zu finden. Hat man sich für ein exotischeres Fach wie zum Beispiel Dramatistik oder Wissenschaftsjournalismus entschieden, entfällt diese Wahl zwar, da solche speziellen Fächer nur an einer Hochschule in ganz Deutschland angeboten werden. Hier muss der zukünftige Student jedoch bangen, ob er für seinen Traumstudiengang angenommen wird, da naturgemäß die Plätze sehr beschränkt sind.


Sich für einen Studienort zu entscheiden, kann man sich entweder sehr leicht oder sehr schwer machen. Viele wählen die Stadt, die ihnen vertraut ist, entweder weil es die Heimatstadt ist oder nah an der Heimatstadt liegt. Andere vertrauen bei der Wahl des Studienortes auf sogenannte Uni-Rankings. Die bekannteste Hitliste ist die des Centrums für Hochschulentwicklung (kurz CHE genannt). Über den Sinn und Unsinn solcher Listen ist viel diskutiert worden. Natürlich findet man aber Anhaltspunkte in solchen Rankings.


Am hilfreichsten bei der Hochschulwahl ist jedoch ein Besuch vor Ort. So kann man eine individuelle Studienberatung wahrnehmen, in denen man Antworten auf alle seine speziellen Fragen bekommt. Gleichzeitig kann man Flair der Stadt überprüfen. Ist der mögliche Studienort ein Platz, an dem man sich vorstellen kann, mehrere Jahre zu wohnen? Viele Faktoren können das beeinflussen, so zum Beispiel die durchschnittliche Miete, wenn man monatlich nur wenig Geld zur Verfügung hat, aber auch die Verkehrsanbindung, falls man zu den Wochenendheimfahrern zählt. Partystudenten schauen dagegen eher nach dem durchschnittlichen Bierpreis in den Kneipen. Ob der zukünftige Studienort zusagt oder missfällt, kann also sehr individuelle Gründe haben.