
Kabelfernsehen – Willkommen in der Zukunft des TVs
Etwa die Hälfte der Zuschauer in Deutschland empfängt sein Fernsehprogramm über Kabelfernsehen. Kabelfernsehen heißt, dass die Bild- und Tonsignale über ein Breitbandkabel übertragen werden. Gegen Gebühr kann man bei einem Betreiber Kabelfernsehen bestellen. Diese Anbieter sind meist regional, außer der Firma Kabel Deutschland, die in 13 Bundesländern seinen Service anbietet.
Welche Programme in das Kabelnetz eingespeist werden müssen, wird von den Landesmedienanstalten überwacht. Auch die speziellen digitalen Sender der ARD und ZDF müssen eingespeist werden.
Seit Anfang der sechziger Jahre gibt es in Deutschland Kabelfernsehen. Das Kabelfernsehen von damals war aber nur ein Vorläufer der heutigen Technik. Damals wurde mithilfe von Gemeinschaftsantennenanlagen das Fernsehprogramm in die einzelnen Wohnungen geliefert. Richtig los ging es dann Anfang der siebziger Jahre in Teilen von Hamburg und Nürnberg, wo die Post das Kabelfernsehen mit zwölf Programmen erprobte. Auch in der DDR gab es etwas Ähnliches, die sogenannten Antennengemeinschaften.
Ab 1982 wurden dann in der ganzen Bundesrepublik flächendeckend Breitbandkabelnetze verlegt. Die Post investierte dafür mehrere Milliarden Mark. Damals wurden bereits viel mehr Fernseh- und Radiokanäle angelegt als vorhanden waren, da das Ziel der Bundesrepublik war ein breiteres Angebot zu erzielen. Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern wurde auch das Fernsehen der DDR verbreitet. Ab Mitte der achtziger Jahre gingen die ersten kommerziellen Privatsender RTL und SAT1 auf Sendung und wurden ebenfalls über das Breitbandkabelnetz verbreitet. Die Kabeldichte, die 1982 noch bei rund 2 Prozent lag war Ende 1995 schon bei 65,3 Prozent angelangt. In den Stadtstaaten war der Versorgungsgrad besonders hoch, er lag bei fast 100 Prozent. Den niedrigsten Versorgungsgrad findet man in einigen der neuen Bundesländer, der zwischen etwa 30 bis 40 Prozent liegt.
Die Deutsche Telekom hat ihr Monopol auf das Kabelnetz durch Druck aus der EU und nationaler Wettbewerbsbehörden ab 2000 bis 2003 schrittweise aufgegeben und Anteile verkauft. 2006 kam im Pay-TV der HDTV-Standard mit der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland auch im Kabelnetz an.
Einen wichtigen Bestandteil der Finanzierung des Fernsehens stellt die Werbung dar. Weiteres über die Werbetechnik finden Sie unter www.led-werbung.net
