
Satellit: Fernsehen aus dem Weltraum
Beim Satellitenfernsehen wird das Fernsehprogramm durch Satelliten direkt an den Zuschauer gesendet. In Deutschland und generell in Mitteleuropa sind diese meist Astra- oder Eutelsat-Satelliten. Um das Programm so zu empfangen, benötigt man eine Satellitenschüssel, auch Parabolantenne genannt und einen Satellitenreceiver.
In Deutschland empfangen etwa 40 Prozent ihr Fernsehprogramm über Satellit. Man unterscheidet zwischen analogem und digitalem Satellitenfernsehen.
Beim Kauf einer Satellitenanlage sollte man einige Dinge beachten. Zum einen spielt der Spiegeldurchmesser eine Rolle, je größer der ist, umso mehr Signal wird empfangen. Kleinere Spiegel sind anfälliger für Empfangsstörungen, beispielsweise durch Schnee oder Regen. Der Receiver braucht, um benutzerfreundlich zu sein, ein Common-Interface. Das Koaxialkabel spielt ebenfalls eine große Rolle. Deswegen sollte es unbedingt ein „Class A“-Kabel sein, um gut abgeschirmt zu sein.
Der große Vorteil des Satellitenfernsehens ist der Wegfall monatlicher Kosten, die der Kabelfernsehzuschauer hat. Wer sich für Satellitenfernsehen hat also nur einmal den erhöhten Anschaffungspreis für die benötigte Technik. Die preisgünstigsten Anlagen kosten etwa 100 Euro. Die seind jedoch meist sogenannte Einzelteilabnehmeranlagen. Für Mehrteilnehmeranlagen muss man da schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Diese kosten im Schnitt zwischen 400 bis 600 Euro. Wer HDTV empfangen können möchte, braucht dafür einen speziellen HDTV-Receiver, der ebenfalls einige Hundert Euro kostet.
Wohnt man in einer Miet- oder auch in einer Eigentumswohnung, darf man nicht ohne Weiteres eine Satellitenanlage anbringen. Schließlich wird sie außen angebracht. Ein Vermieter darf sich das Recht herausnehmen und die Sat-Anlage verbieten. Ist man Inhaber einer Wohnung, braucht man die Genehmigung der Eigentümergemeinschaft. Bei einem denkmalgeschützten Haus wird es noch komplizierter. Um spätere Probleme zu vermeiden, sollte man sich, bevor man eine Satellitenanlage anbringt, sich immer beim Denkmalamt erkundigen, ob das gestattet ist.
Wer momentan noch Kabelfernsehen hat, kann trotzdem einigermaßen unkompliziert auf die Variante mit Satellit umsteigen. Seit Kurzem gibt es nämlich sogenannte Einkabellösungen. Hier können bis zu vier Receiver an ein Koaxialkabel angeschlossen werden.
