Analoge Uhren – Robuste Bauart für extreme Bedingungen

 

Von analogen Uhren spricht man, eigentlich fälschlicherweise, dann, wenn man die Uhrzeit nicht durch eine digitale Anzeige, sondern durch ein Zifferblatt und Zeiger abliest. Man nennt sie auch Mechanikuhren.


Uhren in den verschiedensten Formen begleiten die Menschheit bereits seit der Antike. Ab etwa 1500 gab es nicht mehr nur feststehende Uhren sondern auch die ersten tragbaren Uhren. Die waren damals jedoch noch Taschenuhren. Durch technischen Fortschritt konnte man Anfang des 20. Jahrhunderts das komplizierte Uhrwerk soweit verkleinern, dass man die Uhr fortan mit einem Armband tragen konnte – die Armbanduhr war geboren. Männer fanden dies aber noch für eine lange Zeit als ein Zeichen der Unmännlichkeit.


Gerade für Piloten war dies aber äußerst unpraktisch. Ein brasilianischer Pilot, Alberto Santos-Dumont ließ sich daher die erste Armbanduhr für Männer von einem Uhrmacher, nämlich Louis Cartier, bauen. Nachdem sich auch im Militär die Armbanduhr verbreitet hatte, kam sie schließlich auch im zivilen Leben an. Die erste Automatikuhr entstand relativ spät, nämlich im Jahre 1923.


Zu einer Armbanduhr gehört ein Schwingkörper, eine sogenannte Unruh, ein Gangrad und ein Anker. Daneben gibt es noch ein Räderwerk und ein Zeigerwerk. Zusammen mit dem Stunden- und Minutenzeiger, einer Rutschkupplung, sowie der Krone zum Aufziehen sind die Bestandteile einer Uhr perfekt.

Spezielle analoge Uhren sind der Chronometer und die Einsatzuhr. Chronometer sind Uhren, deren Werke ganggenau funktionieren. Dies wird durch einen offiziellen Test bestätigt. Einsatzuhren sind spezielle Uhren, die vor allem von Militärpersonen, Polizisten, Feuerwehrmännern oder Tauchern getragen werden. Sie zeichnen sich durch eine besonders robuste Bauart aus. Dadurch ertragen sie auch extreme Temperaturen und Erschütterungen und lassen sich auch in der Nacht gut lesen.

Die bekanntesten analogen Armbanduhren sind wahrscheinlich die der Schweizer Marke Swatch. Gerade in den Achtziger und Neunziger Jahren waren die Kunststoffuhren vor allem bei jüngeren Leuten wegen der vielen verschiedenen bunten Motive sehr beliebt.