Impfungen – effektive Krankheitsvorbeugung

 

Impfungen sind vorbeugende Maßnahmen, die von jedem wahrgenommen werden sollten, da sie vor tödlichen Infektionserkrankungen schützen. Man unterscheidet generell zwischen aktiver und passiver Immunisierung. Bei der aktiven Impfung wird der Wirkstoff in Form abgeschwächter oder abgetöteter Krankheitserreger in den Körper gebracht. Passiv hingegen bedeutet, dass die spezifischen Antikörper in hohen Mengen gespritzt werden.


Das Ziel einer Impfung ist den Körper zur Bildung spezifischer Antikörper anzuregen, es soll eine Immunität gegen die betreffende Krankheit entstehen. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das immunologische Gedächtnis, das sich ausbildet, wenn der Körper gegen Erreger kämpfen muss. Die T- und B-Zellen des Immunsystems entwickeln sich zu Gedächtniszellen. Kommt es zum erneuten Kontakt mit demselben Erreger, fällt die Immunantwort deutlich stärker aus. Indem sich jeder Einzelne impfen lässt, wird nicht nur eine individuelle Immunisierung erreicht, sondern auch eine sogenannte „Herdimmunität“. Der Grad der Herdimmunität hängt davon ab, wie viele Menschen Antikörper besitzen.


Umfassende Immunprogramme haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts erheblich zur Verminderung und teilweisen Ausrottung zahlreicher Infektionskrankheiten beigetragen. Dennoch ist Impfen nicht unumstritten. Immer wieder werden Stimmen von Impfkritikern laut, die glauben, dass eine Impfung zahlreiche, untragbare, Risiken birgt. Nach jeder Immunisierung kann es zwar zu lokalen Reaktionen auf der Haut, etwa leichten Ausschlag kommen. Diese sind jedoch äußerst selten und nur vorübergehender Natur. Eltern sollten es daher nicht versäumen, ihre Kinder impfen zu lassen, denn so dramatisch die Komplikationen einer Impfung im Einzelfall sein können, die Risiken einer Infektionskrankheit sind unweit gefährlicher. Bei Masern beispielsweise drohen schwere Gehirnentzündungen, die das ganze Leben des Kindes beeinträchtigen können.


Die Ständige Impfkommission des Robert Koch Instituts (STIKO) gibt jedes Jahr Impfempfehlungen heraus, die ständig an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Zu den wichtigsten Impfungen gehört die Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln und Kinderlähmung (Polio). Wenn es in exotische Länder gehen soll, sind weitere Impfungen nötig, beispielsweise gegen Cholera, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis oder Typhus. Auch Risikopatienten, also solche, die ein geschwächtes Immunsystem haben oder an chronischen Erkrankungen leiden, sollten eventuell über weitere Impfungen nachdenken.


Damit der Impfschutz auch ein Leben lang anhält, müssen sie regelmäßig aufgefrischt werden. Der Hausarzt berät über die dafür einzuhaltenden Zeitabstände.