Verhütung – Schutz vor ungewollten Schwangerschaften


Wenn junge Mädchen ihre erste Periode bekommen und sich langsam zur Frau entwickeln, erwacht neben dem Körper auch das Bewusstsein für das andere Geschlecht. Während Jungs vor diesem Zeitpunkt nur als lästiges Übel angesehen wurden, bemerken junge Frauen nun, dass sie durchaus auch ihre Vorzüge haben. Schnell entwickeln sich erste zarte Romanzen, heiße Küsse werden ausgetauscht, der Körper des anderen entdeckt. Spätestens jetzt sollte sich frau Gedanken über geeignete Verhütungsmethoden machen, um sich vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Da Verhütung selbst in unseren modernen und aufgeklärten Zeiten immer noch meist die Sache der Frau ist, sind sie es auch, die über das Mittel der Wahl entscheiden.


Umfragen haben ergeben, dass Wirksamkeit und Verträglichkeit die wichtigsten Kriterien sind, wenn es an die Auswahl geht. Natürlich muss jede Frau für sich selbst das geeignete Verhütungsmittel finden, das optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.


Grundsätzlich bestehen verschiedene Möglichkeiten:

 

      - Hormonelle Verhütungsmittel (Antibabypille)

      - Natürliche Verhütungsmittel (Temperaturmethode)

      - Chirurgische Methoden (Sterilisation des Mannes, Sterilisation der Frau)

      - Chemische Methoden (Spermizide, Pessare)

      - Barrieremethoden (Kondom, Diaphragma)

 

Hauptziel einer jeden Verhütungsmethode ist es zu verhindern, dass sich die männlichen Spermien mit der weiblichen Eizelle vereinigen. Zusätzlich soll Geschlechtskrankheiten vorgebeugt werden.


Eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Verhütungsmitteln spielt der sogenannte Pearl-Index, der Auskunft über die Sicherheit des Verhütungsmittels gibt. Er gibt an, wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sich diese über einen Zeitraum von einem Jahr mit einem bestimmten Verhütungsmittel schützen. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist das Verhütungsmittel. Im Zusammenhang mit der Wirksamkeit des betreffenden Produkts spielen häufig auch Anwendungsfehler eine große Rolle. Während junge Frauen im Umgang mit der Pille noch unerfahren sind, sie vergessen oder Wechselwirkungen nicht beachten, steigt die Sicherheit dieses hormonellen Verhütungsmittels mit dem Alter der Frau.

 

Das beliebteste Verhütungsmittel ist die Antibabypille, die seit 1960 Millionen Frauen auf der ganzen Welt zuverlässig vor ungewollten Schwangerschaften schützt. Sie enthält die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung. Die Pille macht sich so die natürlichen Effekte des weiblichen Körpers zunutze, indem sie die Reifung des Eis und den Eisprung verhindert und die Gebärmutter vor eindringenden Spermien schützt. Mit einem Pearl-Index von 0,2 bis 2 gehört die Pille zu den sichersten Verhütungsmethoden überhaupt.


Auf Platz zwei der Beliebtheitsliste steht das Kondom. Seine Ursprünge reichen über 3000 Jahre zurück. Während die ersten Exemplare noch aus Schafs- oder Hammeldarm gefertigt waren, vertraut man heute auf modernere Materialien, etwa Latex. Auch in Sachen Design hat sich viel getan. Kondome sind in allen nur erdenklichen Varianten erhältlich, sodass garantiert keine Langeweile im Bett aufkommt. Es gibt sie mit Erdbeergeschmack, mit Noppen oder in XL-Ausführung – das beste Stück des Mannes ist immer optimal verpackt, wenn es zum romantischen Schäferstündchen kommt. Der Hauptvorteil eines Kondoms: Er schützt nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern bietet auch umfassenden Schutz vor Geschlechtskrankheiten, etwa der gefährlichen HIV-Infektion.