Das Massenphänomen IKEA-ein Weltkonzern in blau-gelb

Weltweit schwedische Wohnkultur
IKEA Einrichtungshäuser erkennt man von weitem am blau-gelben Anstrich. Der Weltkonzern IKEA wirbt mit dem Image der modernen, innovativen und ästhetischen schwedischen Einrichtungskultur. In fast 40 Ländern haben sich IKEA-Möbelhäuser über den gesamten Globus verstreut etabliert. IKEA trifft zeitgeistgemäß den globalen Geschmack.

Das IKEA-Verkaufskonzept
Mitnahmemöbel zum Zusammenbauen in flache Kartons zu verpacken, ist das Erfolgsrezept des Firmengründers Ingvar Kamprad. Meist helle Kiefernmöbel, farbigen Dekostoffen sowie allerlei praktische Gebrauchsgegenstände und Accessoires gehören zum umfangreichen Angebot. Die Möbel haben schwedische Namen und werden in allen Ländern zum gleichen Preis verkauft. Das IKEA-Restaurant basiert auf Speisen aus der schwedischen Küche, die länderspezifisch etwas abgewandelt werden. Der Kunde wird, wie in Schweden üblich, mit DU angesprochen. 70 Prozent seiner Produkte bezieht der schwedische Möbelhersteller heute aus Europa. Ein Viertel der Produktion kommt aus Asien. Seit den 90er-Jahren werden mit allen Lieferanten nur Verträge geschlossen, in denen die Sozialstandards der UN-Regelungen eingehalten werden.

Erfolgsstory des Gründers Ingvar Kamprad
Der Name IKEA setzt sich zusammen aus den Initialen des Namens des Gründers Ingvar Kamprad und den Namen des elterlichen Hofes und seines Heimatdorfes. In der Kleinstadt Älmhult startete Ingvar Kamprad 1953 mit einem ersten Ausstellungsraum seine kometenhafte Karriere. Seine Idee war von Anfang an kompakte, preiswerte und formschöne Möbel zu einem erschwinglichen Preis zu konstruieren.
Trotz des kostengünstigen Preises für die Mitnahmemöbel setzte IKEA mit geringen Gewinnmargen auf Gewinne durch große Serienproduktionen. Anfangs verhinderten etablierte Möbelhäuser, dass Kampgard auf Möbelmessen ausstellen durfte. Zulieferer wurden von anderen etablierten Möbelhäusern gezwungen, nicht mehr an IKEA zu liefern. Über Kontakte nach Polen gelang IKEA in den 70 er Jahren der Durchbruch. Der IKEA Konzern überlebte die Ölkrise und 1994 seinen größten Skandal: Kampgard soll in seiner Jugend mit faschistischen Organisationen sympathisiert haben. Dieser reagierte schnell und entschuldigte sich glaubhaft bei allen Kunden und Mitarbeitern. Ingvar Kamprad sitzt heute im Aufsichtsrat der Stiftung INGKA Foundation in den Niederlanden, zu dieser IKEA jetzt gehört. IKEA bietet mittlerweile unter dem Namen BoKlok industriell gefertigte Holzhäuser an, die jetzt auch den deutschen Markt erobern. Heute zählt IKEA zu den bekanntesten und erfolgreichsten Möbelhäusern der Welt!